Umut Dağ

Schwarzwald-Tatort »Sonnenwende« im Ersten

Umut Dağ

Schwarzwald-Tatort »Sonnenwende« im Ersten

Montag, Mai 7, 2018

Umut Dags Tatort »Sonnenwende« wird am 13. Mai um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

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Familie Böttger betreibt einen Bauernhof im Schwarzwald, mit großem Einsatz, naturnah und bäuerlichen Traditionen verbunden. Als die älteste Tochter Sonnhild plötzlich stirbt, untersuchen Franziska Tobler und Friedemann Berg den Todesfall.

Friedemann kennt Volkmar Böttger schon seit der Schulzeit und ist beeindruckt davon, wie einsatzfreudig und prinzipienstark der Jugendfreund seine große Familie und den Hof managt. Weil die Gerichtsmedizinerin einen Verdacht auf falsche Diabetesbehandlung gegen den Arzt der Böttgers nicht bestätigt, ist Friedemann Berg erleichtert, dass die Familie in Ruhe trauern kann. Franziska Tobler allerdings hält die Aussagen des Arztes für Schutzbehauptungen, und hat auch noch weitere Anhaltspunkte, um die Ermittlungen am Laufen zu halten.

Das Verhalten von Torsten Schmidt zum Beispiel, Sonnhilds auf dem Hof lebendem Verlobten. Er und die jüngere Schwester Mechthild reagieren auffällig ausweichend auf Fragen nach Sonnhilds Leben und ihrer Krankheit. Überhaupt mutet Franziska das völlig auf den Hof und die Gemeinschaft konzentrierte Leben der Böttgers merkwürdig an. Friedemann dagegen stammt selbst von einem Schwarzwaldhof und kann den Einsatz für die kleinbäuerliche Landwirtschaft und die Inbrunst, mit der Volkmar Böttger davon redet, eher nachvollziehen. Zumal Volkmar ihn mit offenen Armen aufnimmt und die frühere Freundschaft wieder aufleben lassen will.

Als Franziska herausfindet, dass Torsten Schmidt einer Heimatschutzstaffel angehört, schaut jedoch auch Friedemann genauer hin und dabei entdecken die Kommissare nicht nur Ungereimtheiten bei den Aussagen über Sonnhilds letzte Monate und ihren Tod, sondern auch Einstellungen der Böttgers, die stark an Haltungen völkischer Siedler erinnern. Volkmars Einsatz für Torsten erscheint nun in einem ganz anderen Licht.


Umut Dağ

Nachdem Umut Dağ 2011 den First Steps Award für seinen Kurzfilm PAPA gewann, debütierte er 2012 mit seinem ersten Spielfilm KUMA als Eröffnungsfilm in der Panorama-Sektion der Berlinale. Auch sein zweiter Spielfilm RISSE IM BETON lief auf der Berlinale (Panorama Spezial). Nach COP STORIES und LANDKRIMI – ENDABRECHNUNG für den ORF wurde ihm mit dem TATORT – „REBECCA“ und dem mehrfach ausgezeichneten Film DAS DEUTSCHE KIND in Deutschland große Aufmerksamkeit von Publikum und Kritik zuteil. Für DAS DEUTSCHE KIND war er u. a. für den Grimme Preis 2019 nominiert und erhielt den Deutschen Regiepreis Metropolis. 2018 führte Umut bei zwei weiteren TATORT (SONNENWENDE und DAS MONSTER VON KASSEL) Regie. Mit zwei Folgen des TV-Dreiteilers VIENNA BLOOD gab er 2019 sein internationales Debüt, das mit dem Romy International Award 2020 ausgezeichnet wurde.