Christopher Schier | Deleila Piasko | Julian Looman | Yung Ngo | Katharina Nesytowa | Llewellyn Reichman | Antje Traue | Anne Schäfer

Grimme Preis 2022

Donnerstag, Februar 24, 2022

Die Nominierungen für den Grimme-Preis 2022 wurden bekanntgegeben:

»Die Ibiza-Affäre« Regie Christopher Schier, mit Deleila Piasko und Julian Looman
(W&B Television/Epo-Film für Sky Deutschland)

»Die Wespe« mit Yung Ngo
(Gaumont für Sky Deutschland)

»Wir« mit Katharina Nesytowa
(Studio Zentral für ZDF/ZDFneo)

»Deadlines« Llewellyn Reichmann
(Turbokultur für ZDF/ZDFneo)

»Gefangen« mit Antje Traue
(unafilm für WDR)

»Geliefert« mit Anne Schäfer
(TV60 Filmproduktion fpür BR/Arte)

Mehr Informationen hier.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des 58. Grimme-Preises werden am 31. Mai bekanntgegeben, die Jurys können bis zu 16 Auszeichnungen vergeben. Verliehen wird der Grimme-Preis am 26. August 2022 im Theater der Stadt Marl


Christopher Schier

Christopher Schier hat begonnen als freier Regisseur für nationale und internationale Werbespots und -kampagnen zu arbeiten. Im Herbst 2006 war er maßgeblich an der Entwicklung und Konzeption der Mixed Media-Kampagne um den 45 minütigen Film DADS DEAD für Media Markt verantwortlich, der die österreichischen DVD-Charts führte und 2007 für den Promo Lion in Cannes nominiert war. Es folgten Inszenierungen für COPSTORIES und die Kultsendung WIR SIND KAISER. Wachsende Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum bekam Christopher durch die ZDF Neo-Serie DEAD END und den Wiener TATORT WIEN „DIE FAUST“ sowie den Münchner TATORT – „LASS DEN MOND AM HIMMEL STEHN“. Mit der Serie DIE IBIZA AFFÄRE bescherte er Sky einen Kritiker- und Publikumserfolg.


Deleila Piasko

Deleila Piasko wurde 1991 in der Schweiz geboren. Sie absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und spielte während des Studiums unter anderem an der Volksbühne Berlin. Es folgten zwei Spielzeiten von 2015 bis 2017 als festes Ensemblemitglied am Konzert Theater Bern, wo sie mit Regisseuren wie Ulrich Rasche, Ersan Mondtag und David Mouchtar-Samorai zusammenarbeitete. Zuletzt war Deleila Piasko als festes Ensemblemitglied am Staatsschauspiel Dresden beschäftigt und wechselt mit der Saison 2019/20 von dort nach Wien ins Ensemble des Burgtheaters. Ende 2019 hat sie eine Hauptrolle in Leander Haußmanns STASIKOMÖDIE abgedreht, den Abschluss seiner DDR-Trilogie.


Katharina Nesytowa

Katharina Nesytowa absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule in Hannover. Kurz nach ihrem Diplom drehte sie mit Dominik Graf IM ANGESICHT DES VERBRECHENS (2008/2009) und gewann den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Ensemble“. Es folgten diverse Episodenhauptrollen. 2012 lief VERSTECKEN/DETOWTSCHINA (Regie: Maxim Kuphal-Potapenko) mit Katharina auf dem Max-Ophüls-Festival und war für den New Faces Award nominiert. Von 2013-2017 spielte Katharina Nesytowa die Malina in der Krimireihe ZORN, nach dem Bestseller-Romanen der ZornReihe des Autors Stephan Ludwig. In der ARD Serie DIE JUNGEN ÄRZTE ist Katharina seit 2014 im Hauptcast-Ensemble.
2019 konnten man sie im Thriller EIN VERHÄNGNISVOLLER PLAN an der Seite von Benjamin Sadler und 2020 – anlässlich des 70. Geburtstages von Iris Berben – in NICHT TOT ZU KRIEGEN sehen. In der vom ZDF ko-produzierten internationalen Spionage-Serie HAMILTON spielt Katharina eine durchgehende Rolle. Trotz Corona-bedingter Pause stand Katharina 2020 für die Fernsehfilme «Schneewittchen am See», «Die Luft, die wir atmen» sowie für zwei Krimiserien vor der Kamera. Als Kommissarin Tanja Wilken wird sie ab sofort in der Hauptrolle der neuen ZDF-Krimireihe BREISGAU ermitteln. Die Dreharbeiten für die Pilotfolge fanden noch bis Anfang November 2020 in Freiburg, München und Umgebung statt.


Antje Traue

Antje Traue, geboren 1981 in Mittweida, machte mit 14 in Schultheatergruppen erste Schritte in die Schauspielerei. Nach dem Umzug nach München übernahm sie dort mit 16 im Rahmen des International Munich Art Lab im Hip-Hop-Musical „West End Opera“ die Hauptrolle. Mit diesem Ensemble tourte sie vier Jahre lang durch Deutschland und Europa bis hin nach New York.

Ihre ersten internationalen Filmerfahrungen machte Antje Traue in Christian Alvarts Science-Fiction-Film „Pandorum“ (2009), der mit Dennis Quaid und Ben Foster im Studio Babelsberg gedreht wurde. Nachdem Renny Harlin sie für sein actionreiches Kriegsdrama „5 Days of War“ (2011) besetzte, hatte sie ihren internationalen Durchbruch mit der Rolle der Faora-Ul in Zack Snyders aufwändiger Superman-Verfilmung „Man of Steel“ (2013).

In Sergej Bodrovs Thriller „Seventh Son“ (2015) spielte sie an der Seite von Julianne Moore und Jeff Bridges. Weitere Rollen übernahm Antje Traue neben Helen Mirren in „Woman in Gold“ (Die Frau in Gold, 2014) unter der Regie von Simon Curtis und in dem mit dem Bernd-Burgemeister-Fernsehpreis ausgezeichneten Fernsehfilm „Der Fall Barschel“ (2014) unter Regie von Kilian Riedhof. Kevin Costner, Tommy Lee Jones, Gary Oldman und Ryan Reynolds waren ihre Partner in „Criminal“ („Das Jerico-Projekt: Im Kopf des Killers“, 2014).

2016 war Antje Traue mit ihrer Rolle der Hanna Zepter in Till Franzens Mini-TV-Serie „Weinberg“ sowie mit ihrem Auftritt in Marvin Krens „Mordkommission Berlin 1“ in der Kategorie Beste Schauspielerin für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Im gleichen Jahr drehte sie neben Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Jan Josef Liefers und Bully Herbig in Wolfgang Petersens Komödie „Vier gegen die Bank“.

Anfang 2017 kam Robert Thalheims Komödie „Kundschafter des Friedens“ mit Jürgen Prochnow und Henry Hübchen in die Kinos, wie auch Sam Garbarskis Kinofilm „Auf Wiedersehen Deutschland“, in dem sie an der Seite von Moritz Bleibtreu die weibliche Hauptrolle spielte. Zuletzt wirkte Traue in den internationalen TV-Serien „Berlin Station“ und „Dark“, sowie in der Miniserie „Tempel“ unter Regie von Philipp Leinemann mit. Nun ist sie in der Hauptrolle der deutschen Fernsehserie „Dead End“ (Regie: Christopher Schier) zu sehen.


Anne Schäfer

Anne Schäfer wurde in München geboren und wuchs im Chiemgau auf. An der Hochschule für Musik und Theater in Zürich studierte sie Schauspiel und spielte dort auch am Schauspielhaus Zürich. Ihr erstes festes Engagement am Landestheater in Tübingen war der Start einer erfolgreichen Theaterkarriere mit Festengagements am Residenztheater in München,Theater Basel, Schauspielhaus Hamburg und vielen weiteren.

Ihren ersten Schritt ins Kino-Genre machte Anne Schäfer mit der Hauptrolle in „Cindy liebt mich nicht“ unter der Regie von Hannah Schweier. Der Film feierte auf der Berlinale in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ Premiere. Für ihre Darstellung der „Jasmin“ wurde Anne Schäfer im gleichnamigen Drama für den Förderpreis Deutscher Film als „Beste Darstellerin“ nominiert. Der Film wurde auf dem Filmfest München gezeigt sowie dem Indo-German-Filmfest in Bangalore und kam 2012 in die deutschen Kinos.
Unter der Regie von Domink Graf drehte sie 2012 den Kinolm „Die geliebten Schwestern“. Der Film hatte auf der Berlinale 2014 seine Premiere und stellte zudem den deutschen Beitrag für die Oscars dar.

2012 drehte Anne Schäfer die erste deutsche und mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Pay-TV-Serie Add a Friend. Ab 2013 war sie drei Jahre lang im Hauptcast der erfolgreichen Krimireihe „Soko Köln“ im ZDF. Sie gab die TV-Rolle auf, um wieder Theater zu spielen, wurde 2017 aber für die weibliche Hauptrolle in der Actionkomödie „Hotdog“ an der Seite von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer besetzt. Seit 2018 ermitteln Anne Schäfer und Clemens Schick in der erfolgreichem ARD Reihe “Der Barcelona Krimi”. In „Hindafing“ (2019), der bitterbösen bayerischen Politsatire, spielt Anne die Kontrahentin der Hauptfigur Zischl (Maximilian Brückner) in der zweiten Staffel.

Anne Schäfer ist in der mehrfach ausgezeichneten Serie „Die Toten von Marnow“ (2020; Regie Andreas Herzog), die durchgehende Rolle Susanne Elling – neben Sascha Alexander Gerśak. Ebenfalls in 2020 spielte Anne die weibliche Hauptrolle an der Seite von Bjarne Mädel, in „Geliefert“,der 2020 auf dem Filmfest München lief.

Der Film „Alle reden übers Wetter“ (2021, Regie Annika Pinske) wird seine Premiere auf der Berlinale in der Sektion „Panorama“ haben. Hier spielt Anne Schäfer die Hauptrolle.