Sophie Linnenbaum | Rainer Reiners | Martin Umbach | Mark Ivanir | Aaron Friesz

56. Karlovy Vary IFF

Mittwoch, Juni 29, 2022

Wir freuen uns, dass folgende Klient*innen mit ihren Filmen auf dem 56. Karlovy Vary IFF (1.- 9. Juli, 2022) vertreten sind:

Sophie Linnenbaum (Regie)
Rainer Reiners, Martin Umbach
»The Ordinaries« (Internationale Premiere)
Casting Director: Karl Schirnhofer

Mark Ivanir
»Rubikon« (Internationale Premiere)
Regie: Magdelena Lauritsch
Casting Director: Nicole Schmied

Aaron Friesz

»Corsage«
Regie: Marie Kreutzer
Casting Director: Rita Waszilovics

Mehr Infos zum Festival hier.

Fotos: Corsage © Film AG / Samsa Film / Komplizen Film, The Ordinaries © Bandenfilm,
Rubikon © Samsara / Graf / Philipp Brozsek


Sophie Linnenbaum

Sophie Linnenbaum wurde in Nürnberg geboren. Durch den stark ausgeprägten regional Patriotismus ihrer Heimat  – Stichwort jährlicher Bratwurstgipfel -wurde ihr Interesse an gesellschaftlicher Abgründigkeit früh geweckt. So studierte sie Psychologie und arbeitete als Theaterautorin, bevor sie ihr Filmstudium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF begann. In ihren filmischen Arbeiten fließen ihre größten Interessen zusammen – der neugierige Blick auf das System Mensch und die Möglichkeit zum Erschaffen erzählerischer Spiegelwelten.

Mit Leidenschaft zum humorvoll spielerischen beleuchtet sie so in ihren Filmen die Irrungen und Wirrungen des menschlichen Kosmos, ohne dabei den liebevollen Blick auf die Figuren zu verlieren. Ihre pointierten (Kurz)Filme wie PIX (Deutscher Kurzfilmpreis 2017), DAS MENSCH (2019) oder VÄTER UNSER (2021) wurden vielfach ausgezeichnet und liefen auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals.

Neben dem Film sammelt sie sinnstiftende Zitate aus Trash-Formaten und pflegt eine ernstzunehmende Passion für Spaghettieis, gute Bücher und Brecht.


Rainer Reiners

Rainer Reiners kam 1960 als jüngstes Kind auf einem kleinen Bauernhof in einem klitzekleinen Dorf in Schleswig-Holstein zur Welt, wo er seine Kindheit in unvorstellbarer Freiheit verbrachte. Mit 15 wurde er in die Pfalz zwangsumgesiedelt. Er wurde linksradikal, bekam lange Haare, lernte Gitarre spielen, schmiss die Schule und suchte sein Glück in so „proletarischen Berufen“ wie Bauarbeiter, Bergarbeiter oder Brauereifahrer.

Er fand es nicht. Nicht beruflich und auch sonst… So schrieb er unglückliche Liebeslieder und scheiterte knapp, zur deutschen Antwort auf Leonard Cohen zu werden. Dann wurde er Beleuchter. In dieser Eigenschaft lernte er das grandiose Einpersonenstück „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind kennen.

1985 fing er an, Werbung an der HdK Berlin zu studieren, in der Hoffnung, dort zur deutschen Antwort auf Woody Allen heranzureifen. Daneben brachte er den „Kontrabass“ auf die Bühne und wechselte danach in eine Ausbildung zum Schauspieler an der Etage, Berlin, die er 1990 mit der Bühnenreifeprüfung abschloss.

Seitdem wirkte Rainer an diversen Theaterbühnen und an vielen erfolgreichen deutschen und internationalen Kinoproduktionen, Fernsehfilmen und -serien mit.


Martin Umbach

Martin kam durch eine Schul-Theateraufführung erstmals mit der Schauspielerei in Berührung. Obwohl er zunächst Jazzmusiker werden wollte, entschied er sich dann doch für ein Schauspielstudium. Schon früh gab es einige Engagements an kleinen Theatern. Ein gefühltes Leben lang hat Martin nunmehr für unzählige Theater-, Film-, Fernseh- und Radioproduktionen gearbeitet, mitunter neben internationalen Stars wie Jean-Paul Belmondo, Christopher Walken, Jeremy Irons und Klaus-Maria Brandauer. Deutsche Zuschauer sahen ihn in bedeutenden Filmen wie ROULA (Regie Martin Enlen) und ANTIKÖRPER (Regie Christian Alvart). Martin Umbach begann parallel zu seiner Schauspielkarriere  als Sprecher beim BR zu arbeiten und entwickelte sich zu einem der renommiertesten Synchronschauspieler Deutschlands. So leiht er beispielsweise George Clooney, Russell Crowe und Javier Bardem seine Stimme. Seine große Liebe zur Literatur kann er in Hörspielproduktionen ausleben. Über die Jahre schrieb Martin viele Theaterstücke, Drehbücher und Romane. Zusammen mit Micheal Seyfried hat er die 13-bändige astrologische, bei Rowohlt erschienene Krimiserie SPIEL DER STERNE erdacht und geschrieben. In den USA verhandelt er derzeit die Vermarktung dieser Serie für den amerikanischen Markt.

IMDb Pro und IMDb

Sprecher-Management: Agentur Millahn

martinumbach.de


Mark Ivanir

Mark Ivanir spielte seine erste bedeutende Rolle 1993 in Steven Spielbergs oscarprämierten Film SCHINDLERS LISTE. Zwei weitere Projekte  mit Spielberg folgten: THE TERMINAL und THE ADVENTURES OF TINTIN. 2006 brachte ihn eine Rolle in Robert de Niros Film THE GOOD SHEPHERD internationale Bekanntheit. Im gleichen Jahr dann traf er noch einmal auf de Niro, mit dem er diesmal in Barry Levinsons WHAT JUST HAPPEND zusammen vor der Kamera agierte. Viele Filme folgten. Seither spielte Mark unter anderem über 35 Guest-Star und Guest-Lead Rollen im US-Fernsehen.

Nach seiner Arbeit in Spielbergs SCHINDLERS LIST, zog Mark nach London, um dort bei Philippe Gaulier und den Schauspielern des Theater De Complicite zu studieren. Während dieser Zeit bekam er Rollen in THE MAN WHO CRIED (neben Johnny Depp) und SECRET AFFAIR, was ihn schließlich wieder nach Hollywood führte. Seit dem ist Mark in vielen Filmen in den USA, in Europa und in Israel aufgetreten. In Deutschland arbeitete er mit Dennis Gansel in THE FOURTH STATE und mit Dominik Graf für seine hoch angesehene Miniserie IM ANGESICHT DES VERBRECHENS. In Europa drehte er mit Fernando Meirelles den episodischen Kinofilm 360. Kürzlich spielte er neben Catherine Keener, Philipp Seymour Hoffman und Christopher Walken eine Ensemblehauptrolle in A LATE QUARTET.

Der vielsprachige Mark Ivanir lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Los Angeles.

IMDb Pro und IMDb


Aaron Friesz

Aaron Friesz absolvierte seine Schauspielausbildung im Rahmen eines Praktikums und einem darauf folgenden zweijährigen Eleven-Vertrag am Burgtheater Wien. Weitere Engagements folgten am Volkstheater, dem Rabenhoftheater sowie den Sommerspielen Perchtholdsdorf und WerkX-Wien

Im Fernsehen und Kino zu sehen in; „FREUD“ (Netflix) R: Marvin Kren, „HINTERLAND“ R: Stefan Ruzowitzky, „Cops“ R: Stefan Lukacs (Diagonale Preis Beste Schauspielerische Leistung), „Das Wunder von Wörgl“ R: Urs Egger, „Im Schatten der Angst“ R: Till Endemann, Die Toten vom Bodensee R: M. Schneider, u.v.m.