Didi Danquart

Regie | 1955 | Deutsch

Persönliche Daten

Sprachen: Deutsch (Muttersprache)

Geburtsort: Singen

Nationalität: Deutsch

Geburtsjahr: 1955

Universitätsprofessor: Lehrstuhl "Filmregie" Kunsthochschule für Medien in Köln KHM seit 2009, Lehrstuhl für "Künstlerischer Film" Staatlichen Hochschule für Gestaltung - HFG, Karlsruhe 2001 - 2007, Lehr- und Ausbildungstätigkeit für das Goethe Institut, Dozent Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) 1982 - 1989

Auszeichnungen

Nominierung: Golden Marc'Aurelio Award für "Offset", Rome Film Fest 2006

Caligari Film Award für "Viehjud Levi" Berlin International Film Festival 1999

Mayors' Award - Honorable Mention "Bester Kinofilm" für "Viehjud Levi" Jerusalem Film Festival 1999

Deutscher Kritiker-Preis in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" für "The Pannwitzblick" 1992

Film | Fernsehen

2016 | Goster | HR | Kinofilm | Didi Danquart | Internationales Filmfest München

2015 | Die Antrittsvorlesung | Kinofilm | Didi Danquart

2015-2010 | SOKO Stuttgart | Fernsehserie | Didi Danquart | 1. Staffel: Folge 13 - 16, 2. Staffel: Folge 38 - 41, 3. Staffel: Folge 65 - 70, 5. Staffel: Folge 137 - 141

2013 | Das letzte Wort | HR | Fernsehfilm | Didi Danquart | Internationales Filmfest Emden

2011 | Bittere Kirschen | Kinofilm | Didi Danquart | 45. Hofer Filmtage 2011

2008 | Tatort Konstanz - "Im Sog des Bösen" | Maranfilm | Fernsehserie | Didi Danquart

2006 | Offset | Kinofilm | Didi Danquart | 1. Internationales Filmfestival Rom 2006, Internationales Filmfestival Ludwigshafen, Internationales Filmfestival Cluj

2005 | Die Bibelfactory | 3sat | Dokumentarfilm | Didi Danquart | Auftragsproduktion des Theaterkanals und 3sat

2003 | Tatort Ludwigshafen - "Schöner Sterben" | SWR | Fernsehserie | Didi Danquart

2000 | Tatort Ludwigshafen - "Der schwarze Ritter" | SWR | Fernsehserie | Didi Danquart

1999 | Viehjud Levi | Kinofilm | Didi Danquart | Caligary-Award Internationales Forum Berlin 1999, Mayor Prize of Jerusalem 1999, Nominierung für den deutschen Filmpreis (Lola) "Bester und beste HauptdarstellerIn" 1999

1995 | Bohai Bohau - eine badische Geschichte | Fernsehfilm | Didi Danquart | Hofer Filmtage

1995 | Lemberg - Geöffnete Stadt | arte | Fernsehfilm | Didi Danquart

1994 | Wundbrand | arte | Dokumentarfilm | Didi Danquart | Berlinale 1994 (Internationales Forum), Galway Filmfestival

1992 | Pannwitzblick | Dokumentarfilm | Didi Danquart | Deutscher Dokumentarfilmpreis / arte, Film Award Chicago 1991

Bühne

Didi Danquart ist 1955 in der Industriestadt Singen am Hohentwiel geboren und dort aufgewachsen. 1965 – 1970 machte er eine erste visuelle Ausbildung, durch (zeit)intensive Comicstudien von Sigurd, Ivanhoe, über Donald Duck zu Tim und Struppi bis Bat-, Super- und Spiderman bei der Großmutter im Zeitungskiosk. Heute eine anerkannte Wissenschaft: Tintinologie.

Ab 1978 Mitbegründer der „Medienwerkstatt Freiburg“. Infolge dessen engagierte politische, gegenöffentliche Arbeit durch die neu aufgekommene analoge Videotechnologie und autodidaktische Film/Ausbildung mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. Ab 1983 dann hauptberuflich Filmemacher im Kollektiv bis 1991. In dieser Zeit realisierte er über 20 lange Dokumentarfilme, vorwiegend in der Brd, Süd- und Mittelamerika, sowie zunehmend in Osteuropa und dem Balkan. 1992 entstand über die filmische Euthanasiepropaganda der Nazi – erstmals unter seiner eigenen Autorenschaft – der preisgekrönte Kino-Essay-Film Der Pannwitzblick und ein Jahr später – im belagerten Sarajewo – der Antikriegsfilm Wundbrand (zusammen mit dem Autor und Kameramann Johann Feindt), der auf dem 24. Internationalen Forum des jungen Films seinen Release hatte. 1995 gibt Danquart sein Spielfilmdebüt mit der Schwarzwaldgroteske Bohai Bohau. 1999 folgt die Verfilmung des Theaterstückes Viehjud Levivon Thomas Strittmatter, mit dem ihm der internationale Durchbruch gelang und u.a. den „Caligari Preis“ auf der Berlinale, sowie den Preis des Bürgermeisters auf dem Int. Filmfestival von Jerusalem gewann. Viehjud Levi ist, zusammen mit Offset (2006 in Bucarest/Rumänien) und Bittere Kirschen (2011 in Oswiciem / Polen) Teil einer filmischen Trilogie, mit dem Titel „Deutsche Conditio Humana I – III“, die – neben den beiden genannten Dokumentarfilmen – das Zentrum seines bisherigen Œuvre bildet.

Von 2001 bis 2007 lehrte er hauptberuflich „künstlerischen Film“ an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe. Seit 2009 hat Didi Danquart den Lehrstuhl für Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln inne. Nicht zuletzt deswegen wendete er sich in den letzten Jahren wieder verstärkt den „Subgenres“ des Fernsehspieles zu. 2012 drehte er den Kammerspielthriller Das Letzte Wort (mit Thomas Thieme und Shenja Lacher) und 2015/16, die philosophische „Pulp Story“ Goster, indem er mit gezeichneten Comics aktiv in die Diegese eingriff und damit arbeitet – als filmisches Genre.

Wie in allen seinen künstlerischen Filmen hat Didi Danquart vorwiegend mit aktiven Bühnenschauspielern gearbeitet, mit denen er in den letzten 20 Jahren immer wieder auf’s neue versucht, seinen selbstformulierten ästhetischen Stil des „theatralischen Realismus“ weiter zu entwickeln …

 

www.didi-danquart.de

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