Didi Danquart | Victoria Mayer | Yung Ngo

Grimme-Preis Nominierung

Mittwoch, Januar 17th, 2018

Für den diesjährigen Grimme-Preis sind »GOSTER« unter der Regie von Didi Danquart und »WUNSCHKINDER« mit Victoria Mayer in der weibl. Hauptrolle sowie die 2. Staffel von »WISHLIST« mit Yung Ngo im Hauptcast nominiert.

In der Kategorie Series sind »BABYLON BERLIN« mit Hildegard Schroedter, »DAS VERSCHWINDEN« mit Isabella Bartdorff und »4 BLOCKS« mit Tijan Marei nominiert.

 

Die Preisverleihung findet am 13. April im Theater der Stadt Marl statt. Durch die Preisverleihung wird die Moderatorin und Journalistin Annette Gerlach führen. Zuvor werden die Gewinner jedoch bereits am 14. März im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben.


Didi Danquart

Didi Danquart ist 1955 in der Industriestadt Singen am Hohentwiel geboren und dort aufgewachsen. 1965 – 1970 machte er eine erste visuelle Ausbildung, durch (zeit)intensive Comicstudien von Sigurd, Ivanhoe, über Donald Duck zu Tim und Struppi bis Bat-, Super- und Spiderman bei der Großmutter im Zeitungskiosk. Heute eine anerkannte Wissenschaft: Tintinologie.

Ab 1978 Mitbegründer der „Medienwerkstatt Freiburg“. Infolge dessen engagierte politische, gegenöffentliche Arbeit durch die neu aufgekommene analoge Videotechnologie und autodidaktische Film/Ausbildung mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. Ab 1983 dann hauptberuflich Filmemacher im Kollektiv bis 1991. In dieser Zeit realisierte er über 20 lange Dokumentarfilme, vorwiegend in der Brd, Süd- und Mittelamerika, sowie zunehmend in Osteuropa und dem Balkan. 1992 entstand über die filmische Euthanasiepropaganda der Nazi – erstmals unter seiner eigenen Autorenschaft – der preisgekrönte Kino-Essay-Film Der Pannwitzblick und ein Jahr später – im belagerten Sarajewo – der Antikriegsfilm Wundbrand (zusammen mit dem Autor und Kameramann Johann Feindt), der auf dem 24. Internationalen Forum des jungen Films seinen Release hatte. 1995 gibt Danquart sein Spielfilmdebüt mit der Schwarzwaldgroteske Bohai Bohau. 1999 folgt die Verfilmung des Theaterstückes Viehjud Levivon Thomas Strittmatter, mit dem ihm der internationale Durchbruch gelang und u.a. den „Caligari Preis“ auf der Berlinale, sowie den Preis des Bürgermeisters auf dem Int. Filmfestival von Jerusalem gewann. Viehjud Levi ist, zusammen mit Offset (2006 in Bucarest/Rumänien) und Bittere Kirschen (2011 in Oswiciem / Polen) Teil einer filmischen Trilogie, mit dem Titel „Deutsche Conditio Humana I – III“, die – neben den beiden genannten Dokumentarfilmen – das Zentrum seines bisherigen Œuvre bildet.

Von 2001 bis 2007 lehrte er hauptberuflich „künstlerischen Film“ an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe. Seit 2009 hat Didi Danquart den Lehrstuhl für Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln inne. Nicht zuletzt deswegen wendete er sich in den letzten Jahren wieder verstärkt den „Subgenres“ des Fernsehspieles zu. 2012 drehte er den Kammerspielthriller Das Letzte Wort (mit Thomas Thieme und Shenja Lacher) und 2015/16, die philosophische „Pulp Story“ Goster, indem er mit gezeichneten Comics aktiv in die Diegese eingriff und damit arbeitet – als filmisches Genre.

Wie in allen seinen künstlerischen Filmen hat Didi Danquart vorwiegend mit aktiven Bühnenschauspielern gearbeitet, mit denen er in den letzten 20 Jahren immer wieder auf’s neue versucht, seinen selbstformulierten ästhetischen Stil des „theatralischen Realismus“ weiter zu entwickeln …

 

www.didi-danquart.de


Victoria Mayer

Die in Münster geborene Victoria Mayer verbrachte ihre Kindheit in Bremen und zog als 13jährige mit ihrer Familie nach Marburg. Nach dem Abitur 1995 arbeitete sie zunächst als Regieassistentin beim Regionaltheater in Marburg, später dann in München und Salzburg. Sehr schnell wurde ihr klar, daß sie eigentlich lieber auf der Bühne stehen wollte, als hinter dem Regiepult. Sie sprach an mehreren Schauspielschulen vor und bekam einen Platz an der Theaterakademie August Everding in München. Seit ihrem Abschluss in 2001 arbeitet Victoria erfolgreich  als Theater- und Filmschauspielerin, unter anderem  als Ensemblehauptrolle in der ZDF-Krimiserie STOLBERG. Darüber hinaus ist Victoria auf Filmfestivals in Filmen wie ALLEIN, DAS LÄCHELN DER TIEFSEEFISCHE und HIN & WEG präsent.
Außerdem drehte Sie TV- und Kinofilme, darunter die internationale TV-Serie BERLIN STATION sowie in einer der Hauptrollen den britischen Kinofilm GOOD FAVOUR unter der Regie der Sundance-Entdeckung Rebecca Daly, der 2017 in die Kinos kommt.

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